Meine Krankengeschichte
Bei mir begann es 1983, als ich 19 Jahre alt war, mit einer Steißbeinfistel und kleineren Beulen in der Achsel. Die Steißbeinfistel wurde bis zum Steißknochen und noch dahinter mit einem Laser im Hildegardis Krankenhaus in Mainz entfernt ( es kam an der Stelle nie wieder etwas), die Beulen in der Achsel wurden nur gespalten was der Anfang einer bis heute 25 jährigen Leidenszeit war. Mein Hausarzt hatte damals, wie viele Ärzte auch heute leider noch, angenommen es sei ja nur ein Furunkel das man öffnet und gut ist es. Ok, das dachte ich auch, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt auch noch keinen Schimmer was es ist. Über die Jahre hinweg bildeten sich dann immer wieder neue Beulen bis ich es im Jahre 2003, beide Achseln und die komplette Leiste waren mittlerweile voller Gänge, nicht mehr aushielt und mich im Internet schlau machte. Hier fand ich eine Seite die mir die Augen öffnete und mir klar machte, was ich da eigentlich habe. Es nannte sich Akne-Inversa. Mit dieser Erkenntnis und einigen Ausdrucken die ich mir gemacht habe, suchte ich dann meine Hautärztin auf und stellte sie zur Rede. Ich fragte sie ob das die Krankheit sei die ich habe und sie bestätigte es nach Durchsicht meiner mitgebrachten Unterlagen. Daraufhin lies ich mir sofort eine Einweisung in die Hautklinik Darmstadt-Eberstadt ausschreiben wo ich im Januar 2004 komplett operiert wurde, d.h. in den Achseln und der Leiste wurden die Gänge großflächig herausgeschnitten. Zeitgleich mit der Einweisung für die Hautklinik beantragte ich meine Schwerbehinderung beim Versorgungsamt. Nach der OP hatte ich, obwohl es sehr große offene Stellen waren, keine Schmerzen. Die Wunden wurden mit einer Zinkchloridlösung feucht gehalten und so schmerzte auch der Verbandwechsel nicht. Nach ca. einer Woche bekam ich dann Krankengymnastik damit die Bewegungsfähigkeit erhalten bleibt, wobei auch die Wunden gedehnt wurden damit sich keine Einschlüsse bilden unter denen dann neue Beulen entstehen können. Nach 1,5 Wochen wurden die Wunden dann mit einer Unguentum Nigrum Salbe, welche die Granulation fördert, behandelt und ich muß sagen, sie tat ihre Wirkung. Das Gewebe granulierte sehr schnell hoch und der Professor war begeistert. Eine Deckelung (Spalthauttransplantation) mit Eigenhaut lehnte ich ab weil ich davon nicht überzeugt war und die Heilung dadurch auch nicht schneller vorangegangen wäre. Außerdem hätte die Möglichkeit bestanden das die Haut nicht angewachsen wäre was eine erneute OP nach sich gezogen hätte. Der Heilungsprozess dauerte ca. drei Monate und bis die Narben einigermaßen belastbar waren, noch mal einen guten Monat. Diese Hautklinik kann ich wärmstens empfehlen. Kompetente Ärzte und ein sehr einfühlsames Pflegepersonal zeichnen diese aus. An diesen Stellen hatte ich bis heute keine Probleme mehr. Leider aber bilden sich an anderen Stellen erneut und immer wieder Beulen die sich aber mit Eigenbehandlung nach gut einer Woche öffnen. Durch meinen Hausarzt ließ ich eine chronische Erkrankung feststellen welche die Krankenkasse dann auch bestätigte.